Hilfe! Zu Jung für die Ehe!

Hilfe bei Zwangsheirat oder Toilettenanlagen? Das sind Entscheidungen, die wir als Helfer inzwischen für unsere Projekte treffen müssen.  Zwangsheirat und Beschneidung sind ein großes Problem in den Schulen, die wir derzeit mit Hygieneeinrichtungen unterstützen. 

Hilfe gegen Zwangsehen

Zwangsheirat und Beschneidung sind ein großes Problem in den Schulen.

Unsere Einsatzgebiete haben sich in Kenia erweitert. Zusätzlich zu Kitale helfen wir jetzt auch Schulkindern in der Region Ortum, sauberes Wasser und Toiletten zu bekommen. In Ortum sind wir leider persönlich und hautnah mit Zwangsheirat und der weiblichen Beschneidung in der Region konfrontiert. Es hat uns zutiefst erschüttert, Mädchen kennenzulernen, die direkt betroffen sind, oder aus den Dörfern den Schutz in der Schule suchen mussten, um nicht zwangsverheiratet zu werden.

Die Voraussetzung für die Heirat ist die Beschneidung der weiblichen Genitalien. Zwar ist diese Praxis schon seit 2011 in Kenia verboten und mit Gefängnis bestraft, wird aber in abgelegenen Gegenden bis heute praktiziert. Es stimmt, dass junge Mädchen ab dem Alter von 9 Jahren gezwungen werden, alte Männer im Tausch gegen Reichtum zu heiraten. Dies ist ein „Angebot“, dem viele arme Familien nicht widerstehen können.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit rund 200 Millionen Mädchen und Frauen genitalverstümmelt, und weitere 3 Millionen sind jedes Jahr von dieser Praxis bedroht.  Wir haben uns entschlossen, Mädchen zu unterstützen, die vor Zwangsehen und Beschneidung gerettet wurden.

Wir haben Partnerschaften mit örtlichen Schulen und Kirchen geschlossen. Gemeinsam werden wir uns um die Unterstützung der Mädchen bemühen, um für sie ein sicheres Wohnheim zu bauen und das Schulgeld zur Finanzierung ihrer Ausbildung aufzubringen.

Aktuelle Informationen dazu und weitere Neuigkeiten finden Sie in unserem Newsletter!